Was ist KEK?
Die Konferenz Europäischer Kirchen wurde 1959 gegründet und ist eine Gemeinschaft von 126 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen aus allen Ländern Europas, sowie 43 assoziierten Organisationen.
ChristInnen aus verschiedenen Konfessionen haben sich in ihr dazu verpflichtet, in einem ökumenischen Geist des Teilens, des Verstehens und der gegenseitigen Achtung zusammen zu leben und Zeugnis zu geben.
Der missionarische Auftrag der KEK, die in der Zeit des "Kalten Krieges" der 50er Jahre entstanden ist, hat schon immer darin bestanden, nicht nur zwischen den Kirchen, sondern auch zwischen Ost und West, Nord und Süd, Frauen und Männern "Brücken zu bauen". Zusammen mit ihrer römisch-katholischen
Partnerorganisation, dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, hat die KEK zwei Europäische Ökumenische Versammlungen (Basel 1989 und Graz 1997) organisiert. 2001 haben sie gemeinsam die "Charta Oecumenica – Richtlinien für die wachsende Zusammenarbeit zwischen den Kirchen in Europa" veröffentlicht.
Im Jahre 1999 haben sich die KEK und die Europäische Ökumenische Kommission für Kirche und Gesellschaft (EECCS) zusammengeschlossen; damit wurde aus EECCS die KEK-Kommission "Kirche und Gesellschaft", deren besondere Aufgabe in der Begleitung und Beobachtung der europäischen politischen Institutionen besteht. Andere Hauptbereiche der Arbeit der KEK sind der theologische Dialog ("Kirchen im Dialog") und die zwischenkirchliche Solidarität und Arbeit mit MigrantInnen und Frauen ("Kirchen in Solidarität"). Die KEK unterhält derzeit Büros in Genf, Brüssel und Strassburg.